Geschichte
         

 

Home
Struktur
Technik
Dienstplan
Geschichte
FOTOS
Links

" Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr"

 

Im Jahre 1700 kaufte Seine Erlaucht der Graf von Schönburg - Wechselburg zur Benutzung für die umliegenden Ortschaften eine Schöppspritze. Diese Spritze mußte von 4 Pferden gezogen werden und benötigte zur Bedienung 24 Mann.

Als im Jahre 1854 die Rechte des Marktflecken Claußnitz an Wechselburg abgegeben wurden, erhielt Claußnitz als Gegenleistung diese Spritze. Trotz der umständlichen Bedienung mußte diese Spritze noch 22 Jahre ihren Zweck erfüllen.

Im Laufe der Zeit wurden in verschiedenen Orten Feuerwehren gegründet. Auch in Claußnitz befaßte sich der Gemeinderat mit der Gründung einer Freiwilligen Ortsfeuerwehr. Das " Institut" wie man die Feuerwehr damals nannte, sollte aus 50 Mann bestehen.

Aus diesem Grund berief der damalige Gemeindevorstadt Moritz Türk eine Einwohnerversammlung ein. Von den 60 Einwohnern, welche diese Versammlung besuchten, trugen sich 50 Männer als Mitglieder in die zu gründende Ortsfeuerwehr ein.

Am 18.August 1876 wurde die Gründung der Ortsfeuerwehr Claußnitz beschlossen.

Die Oberaufsicht über die Feuerwehr, sollte dem Gemeinderat obliegen, schon deshalb, weil Lohn, Bekleidung sowie der Kauf weiterer Utensilien auf Kosten der Gemeindekasse gingen.

Die Mannschaften sollten für jeweils ein Jahr verpflichtet werden. Große Probleme bereitete noch die finanzielle Frage, schließlich einigte man sich im Gemeinderat, daß ein Darlehen aufgenommen werden muß. Über die Entschädigung der Feuerwehr einigte man sich dahingehend, daß bei einem Brand im Ort der Wehr 30 Mark gezahlt werden, bei einem Brand außerhalb hing die Prämie vom Eintreffen der Mannschaft am Brandort ab.

Am 15.März 1878 wurde im Gemeinderat festgestellt, daß es innerhalb der Mannschaft zu Streitigkeiten gekommen ist. Die von der Gemeinde beschafften Utensilien wurden bereits in die Kleiderkammer eingeliefert, woraus zu schließen sei, daß sich die Mannschaft aufgelößt hatte. Diese Mitteilung löste große Betroffenheit aus. Daraufhin erklärte Gemeinderatsmitglied Mehnert, daß er die Ursache für diesen Streit ist. Er hält es nämlich nicht für ratsam, wenn von der Feuerwehr verlangt werde, daß sie Leichenbegräbnisse abhalten solle. In der anschließenden Diskussion mußte Mehnert seine Meinung gegen den Ganzen Gemeinderat verteidigen . Das ganze endet damit, daß Mehnert diese, wie es heißt, Beleidigung zurück nimmt.

Nun überlegte man, wie die Wehr wieder neu organisiert werden könnte. Man vermutet aber, daß sich dieses nur unter Zusage von einer Besoldung der Wehr erreichen läßt.

Als im Jahre 1884 beim Gastwirt Hauswald ein Brand ausbrach, beschloß man, den am Löschen beteiligten Mannschaften pro Mann a Stunde 25 Groschen zu bezahlen.

In den Jahren 1885 bis 1893 wurden dann eine Dachleiter von 4 m Länge, 6 Steigleitern, ein neuer Gerätewagen, sowie eine Arzttasche und 50 m Schläuche zur Vervollständigung der Ausrüstung angeschafft. Der Hauptmann bekam eine neue Schärpe welche damals 10 Mark kostete. Ende des Jahres 1893 bekam die Mannschaft neue Uniformen. Das Geld dazu wurde wieder von der Gemeinde geliehen.

(Schauübung um 1900)

Im Jahre 1924 wird das neugebaute Spritzenhaus übergeben. Zur Übergabe erhält die Feuerwehr eine Spende von 50 Mark zur freien Verfügung.

An neuer Ausrüstung genehmigt man ein Jahr später den Kauf von Binden, 100 m Schlauch sowie 1,5 m Tuch. Die Anschaffung neuer Laternen wird vom Gemeinderat abgelehnt. Die Pauschalvergütung der Feuerwehr wird für das Jahr 1925 auf 170 Mark festgesetzt.

Eine neue Motorspritze wurde im Jahre 1932 zum Preis von 5625,20 RM bei der Firma Flader in Jöhstadt gekauft. Diese Motorspritze mußte bis 1952 ihren Dienst tun.

In den 30ger Jahren waren die Mitglieder der Feuerwehr viel im Einsatz, denn zu dieser Zeit brannte in Claußnitz und in Röllingshain fast jede Woche ein Bauernhof nieder.

Während des Krieges hatte die Feuerwehr vor allem mit der Benzinknappheit zu kämpfen. Als die Claußnitzer Motorspritze 1944 in Taura bei einem Großbrand eingesetzt wurde, mußte der damalige Bürgermeister ein Gesuch an den Landrat in Rochlitz senden und ihn bitten, sofort Benzinmarken für 25 Liter Benzin zu genehmigen, damit die Spritze wieder einsatzfähig wird.

Das Ende des Krieges bedeutete für die Kameraden einen Neuanfang. Viele Ausrüstungsgegenstände waren nicht mehr vollständig und viele Kameraden waren aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Erschwerend kam hinzu, daß das 20 Jahre alte Fahrzeug der Feuerwehr ohne Angabe von Gründen und ohne Ersatz von der sowjetischen Besatzungsmacht abgezogen wurde. Um wenigstens für einen Brand gerüstet zu sein, bauten sich die Kameraden auf einen alten Anhänger eine Tragkraftspritze. Da ein Zugfahrzeug nicht vorhanden war, mußten die Kameraden bei Einsätzen und bei Übungen das 14 Zentner ( 700 Kg) schwere Fahrzeug selbst ziehen. Das hatte zur Folge, daß die Kameraden beim Eintreffen am Bradobjekt bereits völlig geschafft waren.

Aus diesem Grund schloß man 1953 mit der Firma Pfeifer einen Vertrag, daß der LKW " Steyer" als Zugmittel genutzt werden konnte. Das war zwar nicht die beste Lösung aber es ging schneller und leichter.

           um 1960        

 

                                        Fortsetzung folgt !!!!!!!!!